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Media Information Pressemitteilung vom 27. Juli 2003 Anlass Lucerne FUEL CELL FORUM 2003 Von 30. Juni bis 4. Juli 2003 Kultur- und Kongresszentrum Luzern Brennstoffzelle: Die Diskussion wird sachlicher Bereits zum sechsten Mal veranstaltete das European Fuel Cell Forum seine internationale Grossveranstaltung zum aktuellen Thema «Brennstoffzelle» in Luzern. In diesem Jahr trafen sich etwa 350 Teilnehmer aus allen Teilen der Welt, um über ihre neuesten Erkenntnisse zu berichten und Erfahrungen auszutauschen. Einmal mehr bestand das Brennstoffzellen-Forum aus zwei parallelen Tagungen, einer Produktausstellung und einem sehr informativen Schnellkurs, der Neueinsteigern beim Einstieg in die Technik helfen sollte. Firmen und Entwickler präsentierten interessante Produkte in der begleitenden Ausstellung. In der Tagung «The Fuel Cell World» (Die Welt der Brennstoffzelle) haben 40 Referenten aus der Schweiz, Deutschland, England, Schweden, USA, Japan, Kanada, Australien und den Niederlanden neue Produkte und Entwicklungen vorgestellt, sowie praktische Fragen zur Anwendung der Brennstoffzelle behandelt. Das wissenschaftliche «2nd European PEFC Forum» befasste sich der Polymer-Brennstoffzelle. Mit etwa 80 Fachbeiträgen ist dieses Symposium zum wichtigsten Treffen zu diesem Thema geworden. Selbst Länder wie Thailand, Saudi Arabien und Indien, die bisher noch nie auf dem Gebiet der Brennstoffzelle in Erscheinung getreten sind, trugen diesmal zum Gelingen der Tagung bei. Auch die begleitende Ausstellung war mit 26 Ausstellern aus sechs Ländern wieder gut besucht. Gezeigt wurden Brennstoffzellen und Zubehör, sowie interessante Anwendungen für diese innovative Art der Stromerzeugung. Die Grossveranstaltung in Luzern bot wieder einen guten Überblick über den Stand der Technik und die heutige Marktlage. Die Technik schreitet voran und reift zusehends. Für die Schaffung eines stabilen Marktes fehlt jedoch immer noch die Akzeptanz des neuartigen Energiewandlers beim Konsumenten. Im Vergleich zu anderen Stromquellen sind Brennstoffzellen immer noch zu teuer. Kostenreduktion ist deshalb eines der Hauptthemen der Branche. Auch die konventionellen Stromerzeuger werden stetig verbessert und den Markterfordernissen angepasst. Viele Brennstoffzellen verarbeiten nur Wasserstoff. Dieser künstlich unter viel Energieaufwand erzeugte Energieträger ist noch nicht im Brennstoffhandel erhältlich. Brennstoffzellen müssen mit kostspieligen Zusatzeinrichtungen ausgestattet werden, um Erdgas oder flüssige Brennstoffe vor Ort in Wasserstoff umzuwandeln. Solche so genannten «Reformer» verteuern die auf Wasserstoff angewiesenen Brennstoffzellen gewaltig. Die von vielen erhoffte Wasserstoffwirtschaft wird jedoch so schnell nicht kommen, denn zur Lösung der Energieprobleme werden neue Energiequellen, nicht neue Energieträger benötigt. Auch ist die Erzeugung und Verteilung von Wasserstoff mit so hohen Verlusten verbunden, dass eine Wasserstoffwirtschaft nicht mit den Bemühungen um eine rationelle Energienutzung vereinbar ist. Die zu diesem Thema in Luzern vorgestellte Studie ist auf der Internetseite www.efcf.com/reports/ zu finden. Dennoch ist man optimistisch, denn Brennstoffzellen, die Erdgas direkt in Strom umwandeln können, stehen kurz vor der Markteinführung. Aktueller Marktleader ist die Schweizer Firma Sulzer Hexis. Bereits sind über 100 Brennstoffzellen-Heizgeräte bei ausgewählten Kunden in Betrieb und Bestellungen für 300 weitere Anlagen gebucht. Diese Kraft-Wärme-Anlagen erzeugen Strom und Wärme für Einfamilienhäuser und kleinere Gewerbebetriebe. Im Vergleich zu herkömmlichen Heizkesseln werden Stromkosten gespart und der Ausstoss von schädlichem Kohlendioxid um 40% vermindert. Auch die mit Methanol betriebenen Stromquellen der deutschen Firma Smart Fuel Cells sind bereits auf dem Markt. Diese Stromquellen für elektronische Geräte aller Art dürften schon bald herkömmliche Akkus vom Markt verdrängen. Diese Firma hat mit der Serienfertigung begonnen und bereits einige hundert Stück ausgeliefert. Im Bereich der Blockheizkraftwerke hat die MTU Friedrichshafen mit ihren 200 kW Schmelz-Karbonat Anlagen eine führende Marktposition erlangt. Bereits arbeiten mehrere Anlagen in diversen Einsatzbereichen zur vollen Zufriedenheit in öffentlichen Einrichtungen oder privaten Betrieben. Mit dem Luzerner Brennstoffzellen-Forum 2003 unterstützt das European Fuel Cell Forum Technik, Entwicklung und Markteinführung dieser zukunftsweisenden Energietechnik. Die ehrliche Darstellung der Chancen und der Grenzen der Brennstoffzelle ist oberstes Ziel der Veranstaltung. Die diesjährige Ehrenmedaille zu Ehren Christian Friedrich Schönbeins, der 1838 den Brennstoffzellen-Effekts entdeckte, wurde Herrn Professor Jürgen Garche vom Zentrum für Solar- und Wasserstoff-Forschung in Ulm in Anerkennung seiner Arbeiten und Verdienste um die Nachwuchsförderung verliehen. Alle Vorträge beider Tagungen sind in den zwei Tagungsberichten enthalten, die beim European Fuel Cell Forum, Postfach 99, CH-5452 Oberohrdorf / Schweiz bestellt werden können. Abdruck honorarfrei, Beleg erbeten, WORD-Datei auf Verlangen per E-Mail. Bitte wenden Sie sich für weitere Informationen direkt an den Veranstalter: European Fuel Cell Forum Morgenacherstrasse 2F CH-5452 Oberrohrdorf / Schweiz Tel: +41-56-496-7292 Fax: +41-56-496-4412 www.efcf.com >> zurück zur Media Übersicht |
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